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Pflücke den Tag


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Das Gartentagebuch 2013 gibt im 6. Jahr einmal neu gestaltet.

 

Kazanlik, Trigintipetala Rosa x damascena
Infos: Im Herbst 2008 habe ich mir diese wurzelnackte Rose gekauft. Ihr Standort ist nicht ideal, deshalb hat sie vermutlich 2009 auch noch keine Blüten hervorgebracht und braucht noch etwas Zeit.
Historie/Allgemeines: Damaszenerrosen wurden nie wildwachsend gefunden. Im Dezember 2000 wurde das Rätsel ihrer Herkunft nach einer DNS Analyse durch japanische Naturwissenschaftler gelöst. Die Damaszenerrose besitzt 3 Elternpflanzen - (R. moschata x R. gallica) x R. fedtschenkoana. Es wird vermutet, dass die 3 Elternpflanzen nur im nördlichen Persien wild wachsen und die Damascenerrose dort ihren Ursprung hat.
Je nach Anbaugebiet wird die Damaszenerrose von den Persern "Gul", von den Griechen "Triantaphyllo" oder "30 Blütenblätter", von den Saudis "Rose von Taif" nach der Stadt Mekka, wo ihre Produkte verkauft wurden, von den Türken wird der Ausdruck "Kazanlik" benutzt, der soviel wie "für den Kessel des Destillateurs" bedeutet und die Bulgaren haben sie nach der Region "Kazanlik" benannt, in der (noch) eine türkische Minderheit lebt.
Sie wird in der Stadt Kazanlik großflächig angebaut und dient dort der Rosenölgewinnung.
Sie ist auch unter den Synonym Trgintipetala bekannt, die Bezeichnung wurde von Dr. Dieck in Anlehnung an den griech. Ausdruck eingeführt.
Jedmar aus hmf geb mir noch folgenden Hinweis:
In 1888, also etwa um die Zeit, dass Dr Dieck seine Untersuchungen in Kazanlik gemacht hat, hat ein sog. Müftüzade Ismail Efendi, der als osmanischer Beamter in Kazanlik arbeitete, die Idee gehabt, einige Rosen in seine Heimatstadt Isparta mitzunehmen und die Rosenölgewinnung dort auszuprobieren. Nach der Geschichte soll die Ausfuhr von Rosenpflanzen verboten gewesen sein, so, dass Ismail Efendi diese in seinem (wohl hohlen) Spazierstock rausgeschmuggelt hat. Dieser Teil der Geschichte ist wohl eine Ausschmückung. Die Rose ist also von Süd-Bulgarien (damals Teil des Osmanischen Reiches) in die Türkei gekommen, nicht umgekehrt.
Nach mündlicher Tradition von Kazanlik, soll die Rose im 17 Jh. durch einen Türken aus Tunis in dieses Tal gebracht worden sein. In Tunis gibt es angeblich auch heute noch Rosenoelherstellung. Tunis erhielt sie von Kairo, Kairo vermutlich von Shiraz in Persien.
Land: Jahr: vor 1700 Bluete: einmalblühend
Duft: intensiv süß Hoehe: 1,8 Meter
Galerie:

 


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