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Pflücke den Tag


NEWS: Das Gartentagebuch 2016 wird im 9. Jahr fortgeführt.

 
Stachys affinis syn., Stachys sieboldii Knollenziest
Herkunft: Japan, Mittel und Nordchina. Dort wurde der Knollenziest schon in vorchristlicher Zeit verwendet. Er gedeiht dort an feuchten/nassen Berghängen. 1887 gelangte die Knolle nach Frankreich und wurde in der Stadt Crosne angebaut. Daher auch der Name "Crosne du Japon".
Anbau/Anmerkung: Der Knollenziest soll der einzige Lippenblüter sein, von dem die nollen gegessen werden. Meine Schwäche für Knollen machte mich selbstverständlich auf dieses Gewächs aufmerksam. Ich habe es erst seit 2006 im Garten. Die Knollen gelten als Delikatesse. Die Pflanze ist relativ einfach anzubauen. Allerdings sind die Wurzeln relativ klein und sollen nicht wirklich einfach zu säubern sein, so dass der Aufwand etwas Höher ist. Es soll sich aber lohnen!! Sie sollen übrigens auch mit Halbschatten zurecht kommen.
Ernte: Ab Oktober, wenn das Laub abstirbt, kann die Ernte begonnen werden. Da die Knollen nur schwer lagerbar sind, sollten sie immer frisch (das kann bis März geschehen) geerntet werden.
medizinische Verwendung: Ist mir nicht bekannt. Statt Stärke entählt der Knollenziest Stachyose ein Tetrasaccarid. Es handelt sich auch hier (wie bei der Stärke) um einen Vielfachzucker.
Verwendung: Nachdem sie gut geschrubbt wurden, kurz in heisser Butter schwenken oder in Fett fritieren. Sie können auch Roh als Salatbeigabe dienen. In China und Japan werden sie im Wok gedünstet. Sie sollten aber immer etwas "Biss" behalten. Ein Rezept für einen warmen Salat habe ich auch in meinem Gartentagebuch
Vermehrung: Einige Knollen sollten im Boden belassen werden. Anfang Juni sollten die Pflanzen dann am Besten umgesetzt werden, da sie sich nicht gerne immer an denselbe Plätzen aufhalten.
Höhe/Breite: Blütezeit: Farbe:
Geruch und Geschmack: Charakter: mehrjährig winterhart G


Stachys officinalis (Betonica officinalis) Heilziest
Herkunft: Europa
Stachys bedeutet Ähre. Der Name Ziest ist von unbekanntesr Herkunft und taucht erst im 19. Jh auf. Ein weiterer Name ist auch Betonie, Flohblume, Zahnkraut, oder Zehrkraut.
Es gibt etwa 300 Arten dieser Gattung als ein und mehrjährige.
Stachys officinalis. Ist schon im Mittelalter ein Heil- und Zauberkraut gewesen, welches auch gegen Kopfschmerzen eingesetzt wurde.
Der Leibarzt des Kaisers August, Antonius Musa schrieb sogar ein Buch nur über dieses Kraut. Unter anderem pries er dort die Fähigkeiten des Ziest an, Leber und Körper der Menschen vor Epedimien zu bewahren und vor der Wirkung von Zauberkräften. Culpeper (1643) listet 47 Beschwerden auf, gegen die S. officinalis eingesetzt werden kann.
Anbau/Anmerkung: Sein natürliches Vorkommen sind: Moorwiesen, Bergwiesen, Heide. Kalkarme, feuchte und basenreiche Böden.
In freier Natur ist S. officinalis kaum noch anzutreffen und daher gilt er als vom Aussterben bedroht.
Diese Pflanze habe ich schon seit vielen Jahren bei mir im Garten. Mit seiner langen Blütezeit erfreut er nicht nur mich, sondern auch viele Insekten. Mehrere Umzüge hat er nun schon mitgemacht und alle problemlos überstanden. Die Standorte scheinen im bisher zu behagen, denn er wächst und gedeiht und ist eine sehr genügsame Pflanze.
Sonne oder Teilschatten.
Ernte: Das Saatgut wird nach der Blüte geerntet und ist schwer aus den Dolden zu bekommen, da die Blütenköpfchen dünne Härchen besitzen, die beim verlesen ganz schön pieksen.
medizinische Verwendung: Schon Hildegard von Bingen war dieses Kraut bekannt. Sie empfahl ihn bei schlechten Träumen und Monatsbeschwerden.
Innerlich bei Kopfschmerzen in Zusammenhang mit Schwäche, nervöse Agespanntheit, Angstzustände, Katarrhe der oberen Lutwege, Gastritis, Bluthochdruck, schlechte Verdauung, Nebenhöhlenentzündung,... Äußerlich bei Wunden, Quetschungen, Geschwüren, Hals und Zahnfleischentzündungen. Dieses ist nur eine kurze Zusammenfassung der verschiedenen Anwendungsbereiche.
Heutzutage wurden Alkaloide im Heilziest festgestellt, auf Grund dessen Die Pflanze medizinisch nicht mehr verwendet wird.
Verwendung: Aus Blättern und Blüten wir Tee bereitet.
Die blühende Pflanze wird auch für Tinkturen, Flüssigextrakte und Aufgüsse verwendet.
Vermehrung: Bisher hat er sich bei mir leider noch nie selbst versamt. Das ist eigentlich schade, denn die Jungpflanzen würden sofort ein neues Zuhause finden. Durch Teilung kann die Pflanze jedoch auch vermehrt werden.
Saatgut habe ich zwar schon abgenommen, hatte die Samen jedoch immer verschenkt , so dass ich an dieser Stelle keine Erfahrungen gesammelt habe.
Höhe/Breite: 30-80 cm Blütezeit: Juni-September Farbe: dunkelrosa
Geruch und Geschmack: Charakter: Mehrjährig winterhart


Stachys byzantina Wollziest
Herkunft: Hierzu konnte ich leider noch keine Daten ermitteln. Für Hinweise bin ich sehr dankbar.
Anbau/Anmerkung: Der Wollziest fand seinen Platz als Geschenk in meinen Garten und ist mit seinem silbrig behaarten eine wunderschöne Zierpflanze, die ich nur allzu gerne bei mir gepflanzt habe. Die schönen Blattrosetten bilden dichte Teppiche und sind daher gut als Randbepflanzung oder Bodendecker geeignet.
Sonnige, nährstoffarme Böden kommen dieser Arte eher entgegen. Ideal für Steingärten. Bei mir kommt er aber auch gut mit einem etwas nährstoffhaltigerem Boden und etwas Schatten zurecht.
Der Wollziest sollte nicht verwechselt werden mit dem großblumigen Ziest, der eher dunkelgrüne, herzförmige Blätter hat.
Bei starker Nässe können die Blätter insbesondere im Winter faulen.
Ernte:
medizinische Verwendung: mir nicht bekannt
Verwendung: mir nicht bekannt.
Vermehrung: Am Besten durch Teilung. Das Saatgut lässt sich auch abnehmen, ich habe jedoch noch nicht versucht, ihn selbst aus dem Samen zu ziehen. Für Erfahrungsberichte bin ich dankbar.
Höhe/Breite: 30 cm Blütezeit: Juli/August Farbe: rosa/violettrosa
Geruch und Geschmack: Charakter: mehrjährig winterhart



Eessbare bzw. Gemüsepflanze
DDuftpflanze
Mmedizinische Wirkung
SSchattenpflanze
TTeepflanze

 


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