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NEWS: Das Gartentagebuch 2016 wird im 9. Jahr fortgeführt.

 
Origanum vulgare Oregano, gewöhnlicher Dost, wilder Majoran
Herkunft: Zentralasien
Der wissenschaftliche Name leitet sich vom griech.-lat Wort „oros“ ab und bedeutet soviel wie Berg und „ganos“ wie Zierde. In anderen Quellen wird vom griech. „Origanon“ abgeleitet, welches „bitteres Kraut“ bedeutet.
Da Origanum vulgare eine hohe Bereitschaft zu hybridisieren zeigt, entstehen viele Verkreuzungen deren Bestimmung mitunter nicht einfach.
Zu einigen Verwirrungen führen auch die Bezeichnungen. Z.B. ist O. heracleoticum Auct. Synonym mit O. vulgare subsp. Viride identisch, davon gibt es noch weitere Beispiele, die ich jedoch nicht alle hier aufführe.
Das arabisch Wort für Oregano lautet za’tar, doch gleichzeitig handelt es sich dabei um eine Gewürzmischung (gem. Beeren von Rhus coriaria, geröstete Sesamkörner, Salz, Blätter von O. syriacum, Satureja thymbra, Thymbra spicata oder Thymus capitatus).
Im Handel werden als Trockengewürz üblicherweise Oregano Arten aus Griechenland (O. vulgare subsp. hirtum) oder der Türkei (O. syriacum) angeboten. Oft handelt es sich auch um Gewürzmischungen mit Lippia Arten (L. graveolens, L. palmeri).
O. vulgare enthält mehr Thymol, als O. majorana.
Anbau/Anmerkung: O. vulgare neigt im Garten dazu, stark zu verwildern, daher ist es fast nicht nachzuvollziehen, dass er in unseren Breiten in freier Natur als stark gefährdet gilt. Ausbreitung findet in der Regel nur im direktem Umkreis statt, so dass es in freier Natur, die Reichweite einfach nur sehr begrenzt ist.
Von vielen Menschen höre ich, dass der wilde Majoran oder Dost kein Aroma hätte. Sicherlich gibt es Arten, mit einem anderen und stärkerem Aroma, doch er ist sehr anspruchslos, bevorzugt eher nährstoffarme Bösen und eignet sich dennoch für Würzmischungen. Auufgrund seines Blütenreichtums ist er eine gute Bienen- und Hummelpflanze.
Ernte: Mit beginnender Blüte und während der Blüte werden Blüten und Blätter geerntet.
medizinische Verwendung: Antiseptitsche, wärmende, krampflösende, schweißtreibende, verdauungsförderndes Kraut, welches die Gebärmutter anregt.
Äußerlich bei Bronchitis, Asthma, Arthritis, Muskelschmerzen. Innerlich bei Grippe, Erkältungen, Blähungen, Verdauungsstörungen, Menstruationsscchmerzen.
Nicht für Schwangere zur Therapie geeignet.
Verwendung: Ein leckeres Kücenkraut, welches häufig getrocknet verwendet wird.
Wir in der italienischen und mexikanischen Küche oft mit Knoblauch, Tomaten, Chili, Zwiebeln, Oliven und Wein verwendet.
Blätter und Blüten können auch als Tee verwendet werden.
Aufgrund seines hohen Gehalts an Phenolen wird er in der Aromatherapie als starkes Antibiotikum verwendet.
Vermehrung: Durch Ausläufer
Höhe/Breite: 20-60 Blütezeit: Juli-September Farbe: rosafarben
Geruch und Geschmack: Charakter: mehrjährig-winterhart


Origanum creticum Kretischer Oregano
Herkunft: Der Name Oregano stammt vom griechischem Wort oros ganos ab und bedeutet so viel wie „Schmuck der Berge“, „Freude der Berge“ oder „Bergwonne“.
Oregano wurde früher auch als Glückskraut bezeichnet und stand als Symbol für Freude und Trost. Die griechische Mythologie besagt, dass süsse, würzige Duft von der Liebesgöttin Aphrodite als Symbol der Freude und des Glücks erschaffen worden sei und das Kraut an den Hängen des Olymp üppig wachsen soll. Kein Wunder, dass es vielseitig für Liebeselexiere und bei Liebeskummer eingesetzt wurde. Auch Verstorbenen soll das Kraut helfen, den Seelenfrieden zu finden und wurde somit oft auf Gräber gepflanzt. Als Schutzkraut sollte es vor Hexenflüchen, bösen Geistern, Kobolden und sogar den Teufel vom Haus fern halten, wenn es über die Türschwelle geworfen wurde.
Der echte Majoran (Origanum vulgaris) wird auch wilder Dost genannt ist in unseren Breiten heimisch und wird wie Oregano verwendet.
Viele aromatische Sorten wie Origanum dictamus (Diptamdost), O. heracleoticum (griechischer Oregano) oder O. creticum (kretischer Oregano) haben ihren Ursprung in Griechenland.
Er wird auch als Kreterdost bezeichnet.
Anbau/Anmerkung: Bevorzugt kalkhaltige, magere und sonnige Standorte. Origanum creticum hat weißliche Blüten und ein scharfes aromatisches Aroma. Er soll mit das intensivste Aroma der Oregano Arten besitzen.
Das Aroma ist wirklich stärker als vom O. vulgare. Die Blüten sind weiss. Leider hat er sich bisher nur nicht so vermehrt, wie sein Verwandter.
Aussaaterfahrungen (da 2008 noch nicht extra im Reiter Aussaat): 17.02.2008 gesät, 04.03.2008 gekeimt, 27.03.2008 pikiert, ein Keimling pikiert 27.03.2008_15.04.2008 einen zweiten Keimling pikiert, der später gekeimt ist.
Ernte: Zum Trocknen am Besten kurz vor der Blüte. Die Blüten können frisch aber auch jederzeit zum Würzen verwendet werden.
medizinische Verwendung: Die Anwendung in der Küche ist nicht nur lecker, sondern auch bei Gallenbeschwerden, Blähungen, Magenschmerzen und anderen Erkrankungen im Magen-Darmbereich einsetzbar.
Lokal soll er auch bei Kratzern und Schnitten angewendet werden. Er wirkt gleichzeitig desinfizierend im Verdauungstrakt und regt die Produktion der Verdauungssäfte an.
Bei Husten als Tee, Bonbon oder Saft. Gegurgelt bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mund und Rachenraum. Asthma, Bronchitis, Keuchhusten und Erkältungskrankheiten können ebenfalls mit O. behandelt werden.
Auch als Erkältungsbad oder bei rheumatischen Beschwerden.Das ätherische Öl wirkt zudem entspannend bei Nervosität, Reizbarkeit, Menstruationsbeschwerden, Kopfschmerzen.
Verwendung: Natürlich in der Küche. Lecker zu Marinaden und vielen Gerichten.
Vermehrung: Durch Aussaat. Die Mindesttemperatur sollte 15-20 Grad betragen. Die Keimung kann 1-2 Wochen dauern.
Das Saatgut ist sehr winzig. Wenn die Blüten komplett vertrocknet sind, verreibt man sie zwischen den Händen und die winzigen kleinen braunen Samen sind zu erkennen.
Höhe/Breite: 40 cm Blütezeit: Juli-August Farbe: weiss
Geruch und Geschmack: stark aromatisch stark aromatisch Charakter: mehrjährig-winterhart K



Eessbare bzw. Gemüsepflanze
DDuftpflanze
Mmedizinische Wirkung
SSchattenpflanze
TTeepflanze

 


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