www.CarpeDiem-living.de 
Pflücke den Tag


NEWS: Das Gartentagebuch 2016 wird im 9. Jahr fortgeführt.

 
Verbascum chaixii Chaix-Königskerze Album
Herkunft: vermutlich Europa und Asien. Die Heilkräfte waren schon dem griechischem Arzt dioskurides vor 2000 Jahren bekannt.
Anbau/Anmerkung: Königskerzen verkreuzen sich untereinander sehr gerne. Die V. chaixii ist im Gegensatz zu den anderen Arten ausdauernd.
Ernte: während der Blüte nach eine reihe trockener Tage am Besten zwischen 9 und 10.00 Uhr.
medizinische Verwendung: reizlindernder und auswurffördernder Tee gegen rauen Hals. 2 EL frische Blüten in 1/4 Liter Wasser kochen und wegen der feinen Härchen und Staubgefäße durch eine sehr feines Sieb gießen.
Verwendung:
Vermehrung: hier habe ich noch keine Erfahrung gesammelt, ich hoffe, durch Selbstaussaat.
Höhe/Breite: Blütezeit: Farbe: weiss
Geruch und Geschmack: Charakter: mehrjährig winterhart


Verbascum phoenicum Königskerze, violette
Herkunft: östlicher Mittelmeerraum und Vorderasien.
Ihr Vorkommen (insbesondere in Sachsen Anhalt) ist vermutlich auf Verwilderungen in Gartenkulturen zurück zu führen. Es gibt jedoch auch Mutmaßungen, das die Unterart V. phoenicum ssp. Phoeniceum eine heimische Art ist, die Gehölzsäume und Schotterrasen bevorzugt.
Anbau/Anmerkung: Die rosafarbenen Formen erfreuen sich in Gärten immer mehr an Beliebtheit, so dass es schon einige Hybriden mit anderen Verbascum Arten gibt.
Basenreiche, sandige oder lehmige, eher nährstoffarme Böden bevorzugt sie.
Obwohl sie den Charakter der 2-jährigen besitzt, bleibt sie auch mancherorts mehrjährig und verhält sich wie eine kurzlebige Staude. Ähnlich wie bei Stockrosen, die aber nach einigen Jahren einfach verschwinden. Es sollte also rechtzeitig an die Vermehrung gedacht werden.
Die violette Königskerze ist ein Insektenmagnet und mit der frühen Blüte eine Bereicherung für die Insekten.
Ernte: Die Samenkapseln brauchen lange zum Ausreifen. Ich konnte erst Ende Juli mit der Ernte einiger Kapseln beginnen, dann reifen jedoch beinah täglich die sehr harten Kapseln heran, die geerntet werden.
medizinische Verwendung: Über die medizinische Wirksamkeit V. phoenicum habe ich sehr wenig Hinweise gefunden und bin mir somit nicht sicher, wie zuverlässig die gefunden Daten sind. Sie soll ebenso, wie andere ihrer Gattung eine schleimlösende, auswurffördernde Wirkung und beruhigend für den Magen sein.
Verwendung: Die Blüten werden als Tee getrunken.
Vermehrung: Aussaat im Spätsommer oder Frühjahr, mit Blüte im Folgejahr. Selbstaussaat hält sich bei mir noch in Grenzen. Ich konnte eher einzelne Pflänzchen entdecken.(Habe aber auch erst 1 Jahr es zu beobachten)
Höhe/Breite: bis 80 cm (auch mal bis zu 1 Meter Blütezeit: Juni/Juli Farbe: violett auch mal rosa
Geruch und Geschmack: Charakter: zweijährig-mehrjährig


Verbascum thapus kleinblütige Königskerze
Herkunft: Westeuropa, in Nordamerika ist sie eingebürgert.
Ihre alten Namen sind vielfältig, von Himmelsbrand, Wollkraut, Wetterkerzen, Johanniskerze, Winterblume oder Fackelkraut. Tatsächlich wurde sie früher auch in Teer getaucht und als Fackel verwendet. Die etwa 360 Arten dieser Gattung machen eine Bestimmung der Königskerze nicht unbedingt leicht, zumal sich viele sehr ähneln.
Auch die alten Griechen kannten die Königskerze schon als Heilpflanze und Hildegard von Bingen bezeichnete sie als Kraut, dem „traurig Herz“ gut tut.
Hippokrates (460-377 v Chr) erwähnte Verbascum schon für Wundbehamndlungen. So soll sie fast alle Verwundungen heilen.
Plinius und Jan Schroeder (1665) empfehlen eine Abkochung aus Blättern und Wurzeln gegen Lungenleiden und Koliken.
Anbau/Anmerkung: Einer so schönen stattlichen Pflanze verzeihe ich es durchaus, wenn Sie mit einem mal heimlich in meinem Garten wächst. Ihre wolligen Blätter und die leuchtenden Kerzen machen auch eine besonders gute Figur im Gemüsebeet. 2009 hat sie sich das erste mal in meinen Garten geschlichen.
Die Pflanze habe ich selbst bestimmt, sollte mir ein Bestimmungsfehler unterlaufen sein, bin ich über Hinweise sehr dankbar.
Ernte: Blätter und Blüten im Sommer.
medizinische Verwendung: Ihre heilungsfördernde, antiseptische, schleimlösenden Eigenschaften werden bei Husten und Bronchialbeschwerden, Grippe, nervösen Spannungen und Schlaflosigkeit angewendet.
Äußerlich bei Wunden, Furunkeln, rheumatischen Beschwerden.
Außerdem soll sie das Gewebe geschmeidig machen.
Verwendung: Als Aufguss oder Tinktur oder Öl.
Die Blüten machen sich gut in Teemischungen. Die Blätter wurden auch als Tabakersatz geraucht.
Für einen Aufguß werden etwa 10-20 g Blüten auf 1 Liter Wasser verwendet. Um die feinen Härchen aufzufangen, durch ein feines Sieb opder Teefilter seihen.
Frische Blüten in Milch abgekocht sollen bei Tuberkolose heilsam wirken.
20g frische gereinigte Blüten etwa 10 Tage in 0,25 l Olivenöl ziehen lassen für äußerliche Anwendungen.
Vermehrung: Sät sich stark selbst aus. Verbascum Arten sind oft zwei jährig. Um sie selbst aus dem Samen zu ziehen, sollten sie im Spätsommer ausgesät werden, damit sie noch im Folgejahr blühen.
Höhe/Breite: 2 Meter Blütezeit: Juli/August Farbe: gelb
Geruch und Geschmack: Charakter: 2-jährig M T



Eessbare bzw. Gemüsepflanze
DDuftpflanze
Mmedizinische Wirkung
SSchattenpflanze
TTeepflanze

 


Impressum: C. Metzger, Kontakt: cordula.i.metzger(add)gmx.de
Haftung: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich für den Inhalt, denn man auf meiner Website finden kann, keinerlei Haftung übernehme. Mehr dazu >>