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Pflücke den Tag


NEWS: Das Gartentagebuch 2016 wird im 9. Jahr fortgeführt.

Über den Reiter "Anzucht", sind teilweise die verschiedenen Wachstumsphasen der Anzucht zu finden, wenn ich die Pflanze selbst schon einmal gezogen haben.
Ich habe auch dazugeschrieben, wann und wo ich sie ausgesät habe. Das muß jedoch nicht immer ein Maßstab sein, denn viele Pflanzen, die ich im Zimmer vorziehe,
sind auch sehr gut im Freiland oder Kaltgewächshaus anzuziehen.

Pflanzenportrait   Anzucht  
 
Dipsacus fullonum Wilde Karde
Herkunft: Vom lateinischen carduus (Distel) leitet sich der Name Karde ab, obwohl die verwandschaft zu den Disteln nicht besteht. Der Gattungsname Discapus stammt vom griechischem dispa für Durst, welches daher rührt, dass sich in den Blattachseln das Regenwasser sammelt, welches Vögeln und durstigen Menschen als Trinkwasser dient. Daher nannte man sie zeitweilig auch labrum veneris = Venusbad.
Der Name fullonum ist abgeleitet vom lateinischen fullo für Tuchmacher, Walker, obwohl die wilde Karde technisch nicht genutzt wurde, sondern ihre Verwandte, die Weberkarde.
Geschichtlich habe ich nur Hinweise zur Verwandten der Weberkarde gefunden, die ich hier einmal wiedergebe:
Die Weberkarde wird als cardones schon in der Landgüterverordnung Karl des Großen Anfang des 9. Jh erwähnt.
Auf die Verwendung der Weberkarde als Tuchmacherwerkzeug weist erstmals Albertus Magnus (1193-1280) erstmalig hin.
Anbau/Anmerkung: Die Wilde Karde und die Weberkarde werden oft verwechselt. Ein Erkennungsmerkmal sind die Hüllblätter unter den Blütenköpfen, die sich bei der wilden Karde lang nach oben biegen. Bei der weberkarden sind sie eher kurz und biegen sich teilweise auch nach unten.
Die Karde ist eine anspruchslose Pflanze, die ausser einem sonnige Platz wenig verlangt und dies mit einem wunderbar bizarrem Wuchs dankt.
Ernte: Im Herbst des ersten Jahres, wenn sich noch nicht die Stängel aus der Blattrosette geschoben haben, können Blätter und Wurzeln zu medizinischen Zwecken geerntet werden.
medizinische Verwendung: Die Inhaltsstofe sind unter anderemScabiosid (Glykosid), organische Säuren, Glucoside, Saponine.
Ihre Eigenschaften antibakteriell,blutreinigend,harntreibend,schweisstreibend werden genutzt, um das Immunsystem zu stärken, Verdauungsproblemen,Rheuma,Gicht, Hautproblemen von Warzen über rissige Lippen und Hämhorrriden. In neuer Zeit soll sie auch gute Erfolge bei Borreliose erzielen.
Verwendung: Als Tinktur, Salben und Cremes, oder Tee.
In alter Zeit wurde dem Wasser eine heilende und pflegende kosmetische Eigenschaften für Haut und Augen zugeschrieben und die Fähigkeit Sommersprossen auszubleichen.
Vermehrung: Über die Samen läßt sich die Karde sehr einfach vermehren.
Höhe/Breite: 1,50-2 Meter Blütezeit: Juli/August Farbe: violett
Geruch und Geschmack: Charakter: 2-jährig



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