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Pflücke den Tag


NEWS: Das Gartentagebuch 2016 wird im 9. Jahr fortgeführt.

Über den Reiter "Anzucht", sind teilweise die verschiedenen Wachstumsphasen der Anzucht zu finden, wenn ich die Pflanze selbst schon einmal gezogen haben.
Ich habe auch dazugeschrieben, wann und wo ich sie ausgesät habe. Das muß jedoch nicht immer ein Maßstab sein, denn viele Pflanzen, die ich im Zimmer vorziehe,
sind auch sehr gut im Freiland oder Kaltgewächshaus anzuziehen.

Pflanzenportrait   Anzucht  
 
Verbascum thapus kleinblütige Königskerze
Herkunft: Westeuropa, in Nordamerika ist sie eingebürgert.
Ihre alten Namen sind vielfältig, von Himmelsbrand, Wollkraut, Wetterkerzen, Johanniskerze, Winterblume oder Fackelkraut. Tatsächlich wurde sie früher auch in Teer getaucht und als Fackel verwendet. Die etwa 360 Arten dieser Gattung machen eine Bestimmung der Königskerze nicht unbedingt leicht, zumal sich viele sehr ähneln.
Auch die alten Griechen kannten die Königskerze schon als Heilpflanze und Hildegard von Bingen bezeichnete sie als Kraut, dem „traurig Herz“ gut tut.
Hippokrates (460-377 v Chr) erwähnte Verbascum schon für Wundbehamndlungen. So soll sie fast alle Verwundungen heilen.
Plinius und Jan Schroeder (1665) empfehlen eine Abkochung aus Blättern und Wurzeln gegen Lungenleiden und Koliken.
Anbau/Anmerkung: Einer so schönen stattlichen Pflanze verzeihe ich es durchaus, wenn Sie mit einem mal heimlich in meinem Garten wächst. Ihre wolligen Blätter und die leuchtenden Kerzen machen auch eine besonders gute Figur im Gemüsebeet. 2009 hat sie sich das erste mal in meinen Garten geschlichen.
Die Pflanze habe ich selbst bestimmt, sollte mir ein Bestimmungsfehler unterlaufen sein, bin ich über Hinweise sehr dankbar.
Ernte: Blätter und Blüten im Sommer.
medizinische Verwendung: Ihre heilungsfördernde, antiseptische, schleimlösenden Eigenschaften werden bei Husten und Bronchialbeschwerden, Grippe, nervösen Spannungen und Schlaflosigkeit angewendet.
Äußerlich bei Wunden, Furunkeln, rheumatischen Beschwerden.
Außerdem soll sie das Gewebe geschmeidig machen.
Verwendung: Als Aufguss oder Tinktur oder Öl.
Die Blüten machen sich gut in Teemischungen. Die Blätter wurden auch als Tabakersatz geraucht.
Für einen Aufguß werden etwa 10-20 g Blüten auf 1 Liter Wasser verwendet. Um die feinen Härchen aufzufangen, durch ein feines Sieb opder Teefilter seihen.
Frische Blüten in Milch abgekocht sollen bei Tuberkolose heilsam wirken.
20g frische gereinigte Blüten etwa 10 Tage in 0,25 l Olivenöl ziehen lassen für äußerliche Anwendungen.
Vermehrung: Sät sich stark selbst aus. Verbascum Arten sind oft zwei jährig. Um sie selbst aus dem Samen zu ziehen, sollten sie im Spätsommer ausgesät werden, damit sie noch im Folgejahr blühen.
Höhe/Breite: 2 Meter Blütezeit: Juli/August Farbe: gelb
Geruch und Geschmack: Charakter: 2-jährig M T



Eessbare bzw. Gemüsepflanze
DDuftpflanze
Mmedizinische Wirkung
SSchattenpflanze
TTeepflanze

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