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Pflücke den Tag


NEWS: Das Gartentagebuch 2016 wird im 9. Jahr fortgeführt.

 
Helianthus tuberosus Topinambur
Herkunft: vermutlich Mexiko. Sie dinte als Kulturpflanze der Indianer in Vorkolumbianischer Zeit. 1610 kam die Pflanze nach Europa. Sie wurde nach den Tupinamba einem brasilianischen Indianervolk benannt. Heute wird sie eigentlich weniger angebaut, da sie auch nicht sehr lange lagerbar ist.
Anbau/Anmerkung: Topinambur kann solange der Boden offen ist frisch geernet werden. Es sollten nur wenige Knollen im Boden belassen werden, da sie andere Pflanzen verdrängt. 100 Gramm Topinambur enthalten: Brennwert circa 140 Kilojoule (circa 30 kcal), 14 mg Kalzium, 3,4 mg Eisen, 4 mg Natrium, 2 mg Vitamin A (RE) und 4 mg Vitamin C, 78 % Wasser, 2,4 % Eiweiß, 0,4 % Fett, 17,4 % Kohlenhydraten und 1,6 % Ballaststoffen. Die Knollen sind bei Diabetikern beliebt, da sie zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzucker Inulin (nicht mit dem Hormon Insulin zu verwechseln!) bestehen. Bei mir wächst sie sogar im Schatten.
Ernte: Im Spätherbst , solange der Boden offen ist.
medizinische Verwendung: Durch die sehr sättigende Wirkung der Knolle, ist sie ein idealer Diätbegleiter. Produkte mit Topinambur sind in vielen Apotheken und Reformhäusern erhältlich.
Verwendung: Die Badener brauen Schnaps aus der Knolle. Roh oder gekocht wurden sie als Kartoffelersatz verwendet. Mich erinnert der Geschmack eher an Gemüse, daher verwende ich zusätzlich Kartoffeln. Sauerkrautauflauf: Kartoffeln schichten, Sauerkraut und Kümmel darübergeben, eine dicke Lage Topinambur zum Schluss darüber geben. Kan auch zwischen Kartoffel und Sauerkraut. Mit Creme fraiche oder Sahne und Gewürzen begießen und im Backofen garen. Wer mag kann auch Schinken oder Cabanossi dazu geben.
Vermehrung: Jede Knolle, die im Boden belassen wird, treibt wieder aus, daher ernten, was nicht benötigt wird. Wer zuviel hat, kann auch etwas an seine Kaninchen oder Meerschweinchen verfüttern.
Höhe/Breite: 2-3 Meter Blütezeit: Farbe: gelb
Geruch und Geschmack: Charakter: mehrjährig winterhart G


Helianthus annus Sonnenblume
Herkunft: Nord- und Mittelamerika. Vor 3000 Jahren wurde die Pflanze schon von den Eingeborenen kultiviert. 1514 wurde sie dann von nach Spanien gebracht und breitete sich als Ölfrucht über Europa aus. In Russland (Sibirien) hat eine Heilerin einen Auszug aus den Stielen und Blütenköpfen und Wodka hergestellt und damit Malarie behandelt. Dieses Mittel erwies sich als so wirksam, dass es in die Volsmedizin einging.
Anbau/Anmerkung: Persönlich habe ich mit dem gezielten Anbau etwas Probleme. Ich verlasse mich darauf, dass von den Kernen, die ich im Winter ausstreue etwas nachbleibt und wächst. Ist dann nicht immer ganau da, wo ich sie gerne hätte, aber dann pflanze ich halt drum herum. Von den 70-80 existierenden Arten halte mich eigentlich nur an meine "Vogelfuttersonnenblume", obwohl es auch andere Schöne gibt. Bei Sturm sollten die Pflanzen schon mal festgebunden werden. Letztes Jahr sind sie dicht am Bohnen-Tipi gewachsen, so dass ich sie dort festbinden konnte. Manche schneiden ihre Pflanzen ab, damit sich Seitentriebe mit kleineren Blüten bilden. Ich bevorzuge sie so wie sie wächst und behelfe mich diese 'Not' nur, wenn die Pflanze bricht.
Ernte: Wenn die ersten Samenkörner fehlen, sind sie meistens auch reif. Blütenblätter während der Blüte.
medizinische Verwendung: Die Samen wurden früher gemahlen und zur Stärkung für schwache Menschen verwendet. Blüte und Pflanze bei Malaria und Tuberkolose. Öle zur Hautpflege.
Verwendung: Die Samen sind sehr fett und nährstoffreich. Früher wurden die Samen einfach gemahlen und diese fettige Paste für die Küche verwendet. Viele vegetarische Brotaufstriche setzen sich ähnlich zusammen. Die einzelnen Blütenblätter geben Tee eine frischere Farbe. Es heißt, ein Tee aus Blütenblättern ist sehr energiereich, da Blüten die Sonnenenergie tanken und wir diese dadurch aufnehmen.
Vermehrung: Aussaat im Frühjahr oder Selbstaussat.
Höhe/Breite: bis zu 5 m Blüte bis 30cm Blütezeit: Farbe: sonnengelb
Geruch und Geschmack: Charakter: einjährig T E



Eessbare bzw. Gemüsepflanze
DDuftpflanze
Mmedizinische Wirkung
SSchattenpflanze
TTeepflanze

 


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